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Creative Crafts ist ein spannender Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. In diesem Blog erfahren Sie mehr über angewandte Künstlerinnen und Künstler und kreative Dienstleister, die in Deutschland leben und arbeiten.

Samstag, 4. Februar 2012

Wie kreativ ist Hannover?

Eine wirklich gute Frage, die das Kompetenzzentrum für Raumforschung und Regionalentwicklung in der Region Hannover als Titel ihres diesjährigen Fachforums gewählt hatte. Allerdings: wer erwartet hatte, eine schlüssige Antwort auf diese Frage zu bekommen, der wurde enttäuscht. Spannende Vorträge und interessante Fakten gab es reichlich. Doch je mehr man sich dem "Untersuchungsgegenstand" zu nähern versuchte, um so schwammiger wurde die Vorstellung davon, was es denn mit der Kultur- und Kreativwirtschaft und den damit verbundenen Effekten wirklich auf sich hat.

Mein Eindruck läßt sich in kurzenn Worten so zusammenfassen: die Wirtschaftsförderer hätten gern ein Rezept, mit dem sich die Zukunft einigermaßen sicher vorraussagen und die ökonomische Effekte bestimmter Maßnahmen zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft berechnen lassen. Die Wissenschaftler würden diesem Wunsch gern nachkommen, müssen aber zugeben, dass sie Fakten erst dann quantifizieren können, wenn "Zukunft" schon passiert ist.

Bleibt die Realität der Künstler und Kreativen. Aber wie sieht diese denn nun eigentlich aus? Was brauchen die "Betroffenen" wirklich? Fragen, die sich nicht einfach beantworten lassen und sicherlich von Fall zu Fall sehr verschieden ausfallen. Fragen, die sich aber vor allem dann nicht beantworten lassen, wenn die Betroffenen kaum zu "Wort" kommen.

So bleibt zu wünschen, dass man in der Diskussion um die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland endlich beginnt, mit den Betroffen selbst zu sprechen, statt immer nur über sie.

Anonsten kommt doch am Ende nahezu jeder Veranstaltung der Eindruck auf, man hätte es mit den vier Blinden zu tun, die im Zoo erstmalig im Leben einem Elefanten begegnen. Der eine berührt den Elefanten am Rüssel. Der nächste packt den Elefanten bei den Ohren, der dritte beim rechten Hinterbein und der vierte bei den Stoßzähnen. Jeder der Blinden beschreibt seinen Eindruck anhand des kleinen Zipfels des Elefanten, den er in Händen hält, und naturgemäß ähneln sich die Beschreibungen nicht im Entferntesten.

Die Präsentation des diesjährigen Fachforums stehen voraussichtlich ab dem 06. Februar 2012 auf der Internetseite des Kompetenzzentrums zum Download bereit: www.kompetenzzentrum-hannover.de




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