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Creative Crafts ist ein spannender Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. In diesem Blog erfahren Sie mehr über angewandte Künstlerinnen und Künstler und kreative Dienstleister, die in Deutschland leben und arbeiten.

Freitag, 9. Dezember 2011

Preise über Preise

Gerade vorhin habe ich es im Blog von Schnuppe von Gwinner gelesen. Hiawatha Seiffert kann der Liste seiner Auszeichnungen einen weiteren Preis hinzufügen. Ihm wurde jetzt der von der Volksbank Berlin gestiftete Preis Peis für Angewandte Kunst verliehen. Nach dem BKV-Preis für Junges Kunsthandwerk (2008), dem Förderpreis für hervorragende Leistungen der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (2008), dem Bayerischen Staatspreis für besondere gestlaterische Leistungen im Handwerk (München), dem Grassipreis (2010) und dem Niedersächsischen Förderpreis für das gestaltende Handwerk (2010) wurde die Gestaltungskraft des 1973 in Marburg geborenen Metalldesigners jetzt erneut gewürdigt.

Nach einer Ausbildung zum Industriemechaniker in der Fachrictung Maschinen- und Systemtechnik übte Seiffert verschiedene Tätigkeiten im Metallbereich aus und qualifizierte sich zum Metallbaumeister weiter. An die Gestaltung wagte er sich erst langsam heran. Während der Meisterschule wurde er auf die Werkakademie für Gestaltung im Handwerk aufmerksam. Dort meldete er sich kurz entschlossen an, um herauszufinden, ob ihm das Thema Gestaltung liegt.

Daran kann mittlerweile kein Zweifel mehr bestehen. Seifferts Schalen und Gefäßobjekte haben in den vergangenen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Als Ausgangspunkt seiner Arbeit dienen ihm Fahrrad-, Motorrad- oder Maschinenketten. Fundstücke, denen er mit Feuer und Kraft zu Leibe rückt und ihnen auf diese Weise ein neues, ästhetisch geformtes Leben einhaucht. Dank der Kettenglieder und der ihnen innewohnenden eigenen Ornamentik gelingt es ihm, dem schweren metall die Anmutung von Leichtigkeit zu verleihen.

Je nachdem, wie stark die Ketten miteinander zusammengeschmiedet werden, sind die Schalen im Zentrum sehr kompakt. Das sorgt für einen guten STand. Zu den Rändern hin ziehen sie sich dann wie löchrige Netze auseinander, scheinen sich auszublähen wie Blätterteig, franzen zu den Rändern hin aus. Schärfer könnte der Kontrast kaum sein. Grobe Maschinenketten erhalten durch die besondere Bearbeitung einen zarten, fast zerbrechlichen Charakter. Der Metalldesigner hat lange experimentiert, bis er mit dem Ergebnis zufrieden war. Viele Versuche mit Damaszenerstahl waren nötig, bis er sein bevorzugtes Material in die richtige Form bringen konnte.

Arbeiten von Hiawatha Seiffert werden übrigens im kommenden Jahr 2012 in der Herbstaussstellung "zwanzig" zu sehen sein.

Schalen von Hiawatha Seiffert (Foto: Wilp)














Mehr Informationen auf seiner Website: www.hiawatha.at

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